Max Pechstein

Ich hab es nun doch noch geschafft und war in der Ausstellung des Expressionisten Pechstein. Genau gesagt war es eine themenbezogene Werkschau, in der es um den Tanz geht. Ausschließlich um Tanz und tanzende Bewegung. Interessnt dabei auch die Bilder im Kontext zu der wachsenden Industrialisierung zu sehen, auch unter dem Aspekt, daß erst die aufkommende Elektrizität all die neuen Etablissements ermöglicht hat, in deren Millieu viele der gezeigten Bilder entstanden. Auch die Tatsache, daß der Mensch und speziell die Frau in seiner/ihrer Natürlichkeit im Vordergrund zu stehen begann, wird in dieser Ausstellung deutlich. Ich bin überhaupt immer wieder begeistert von den Ausstellungen in der doch recht kleinen Kunsthalle in Tübingen. Dieses Mal war es z.B. auch das unglaubliche Grün, mit dem man einen Teil der Wände gestrichen hatte. Die dort plazierten Gemälde werden mittels einer wirklich außerordentlichen Lichttechnik beleuchtet und wirken so, als ob sie durch eine Hintergrundbeleuchtung erhellt würden. Dies unterstreicht die extreme Farbigkeit der Bilder extrem und dieser faszinierenden Wirkung kann sich kein Besucher entziehen. Das obige Beitragsbild (Panoramaaufnahme des Hauptsaales) gibt einen ganz guten Eindruck wider.
Zwar hatte die Direktorin nicht – wie angekündigt – die Zeit gefunden für eine öffentliche Führung, doch machte ihre Vertreterin, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, einen glänzenden Job. Einfach schön, mit welcher Begeisterung sie uns an all ihrem Wissen teilhaben ließ. Nie zu wissenschaftlich oder gar abgehoben, immer verständlich und auch mit dem einen oder anderen Hinweis für die eigene Malerei!

Einen Tip hab ich mir gleich gemerkt: Für Bewegung, für Dynamik im Bild bedarf es einer Diagonalen!!!

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