Hallo

Du bist auf dem „Malblog“ gelandet, einem Blog von Atelier-Stricker.
Hier würde ich gerne mit Dir über die Malerei im Allgemeinen und über meine Bilder im Speziellen diskutieren! Ich freue mich über jeden Beitrag, gerne auch in Englisch, Französisch oder Niederländisch!

You ended up on the „Malblog“, a blog by Atelier-Stricker.
Here I would like to discuss painting in general and my pictures in particular! I am happy about every contribution, whether in German, English, French or Dutch!

Vous vous êtes retrouvé sur le „Malblog“, un blog d’Atelier-Stricker.
Ici, je voudrais discuter de la peinture en général et de mes photos en particulier! Je suis heureux de chaque contribution, qu’elle soit en allemand, anglais, français ou néerlandais!

Je kwam terecht op de „Malblog“, een blog van Atelier-Stricker.
Hier wil ik het hebben over schilderen in het algemeen en mijn foto’s in het bijzonder! Ik ben blij met elke bijdrage, in het Duits, Engels, Frans of Nederlands!

Endlich wieder malen!

Ein gutes halbes Jahr ist es jetzt schon her, daß hier der letzte Beitrag erschien!
Der Grund hierfür liegt darin, daß ich schlicht und einfach nicht gemalt habe! Mein letztes Bild datiert vom Juni (das Mohnfeld), danach habe ich nur noch im Atelier bei Sibylle Bross gemalt. Dort erarbeiten wir uns das Thema Wald in Aquarell, Acryl und auch in Öl. Ist recht spannend!
Ich werde in den kommenden Tagen hierzu einen extra Bericht schreiben.

Tja, und in den letzten Tagen hält uns nicht nur Covid-19 auf Trab, sondern auch dieser unsägliche Trump, dieser Erfinder der alternativen Wahrheit mit seinem überaus flexiblen Umgang mit Tatsachen….. Nun ist der erste Teil erledigt, das amerikanische Volk, zumindest ein guter Teil davon, hat ihn abgewählt und die Welt atmet auf! Jetzt müssen sie ihn nur noch mit einem letzten Anflug von Anstand aus dem Weißen Haus bewegen. Obwohl: Trump in Handschellen aus dem Oval Office abzuführen, das Bild hätte schon was …..
Es ist einfach unglaublich: Mehr als 20.000 Lügen wurden gezählt, die dieser Narziß und Egozentriker innerhalb von nur vier Jahren hauptsächlich über TWITTER verbreitet hat. Unglaublich!
Es kann also nur besser werden!
Übrigens auch in unserem Atelier. Dort liegt nun ein neuer Teppich (bereits mit blauer Farbe bekleckert) und es wurde ein Regal für unsere Werke installiert. Bilder dazu wird es hier in Kürze geben.
Insofern wird es mit diesem Blog und mit dieser Website weitergehen. Hoffentlich bald auch mit vielen Schneemotiven!

Stadtlandschaften, die es so nicht gibt – Entstehung eines Phantasiegemäldes

Eines vorweg: Das Bild ist noch nicht ganz fertig! Wobei ich mich in diesem Moment frage, ob es wirklich jemals fertig wird ….. Aber der Reihe nach. Ich wurde bereits im letzten Sommer gefragt, ob ich nicht ein Bild von Paris malen könne. Es müsse gar nicht viel drauf zu sehen sein: Der Eiffelturm müsse zu sehen sein, Notre Dame und Sacre Coeur, und eventuell noch der Art de Triomphe. Mehr nicht. Ah ja, die Seine natürlich und die dort allabendlich versammelten Tänzer vielleicht…. Und unbedingt ein romantisches Liebespaar mit Wein, Käse und Baguette! Na, wenn das alles ist …..
Jeder, der schon einmal in Paris war, wird sofort die Nase rümpfen und sich sagen: Das geht so nicht! Das stimmt. Aber nur, wenn man unbedingt die Realität abbilden möchte. In der Malerei aber ist alles möglich!!! Ich male mir einfach mein eigenes Paris!!! Allerdings bedarf es doch einiger Überlegungen zu Aufteilung, Darstellung und Farbgebung. Um eines vorwegzunehmen: Mit letzterer hadere ich noch immer ein wenig. Das Blau der linken Tänzerin zieht den Blick einfach zu sehr auf sich. Ich werde ihr das Kleid ausziehen (oh là là) und ein erdfarbenes, möglicherweise ockerfarbenes überstreifen.
In loser Folge möchte ich an dieser Stelle noch ein paar Photos aus den einzelnen Entstehungsphasen des Bildes einstreuen.


Am Anfang steht in diesem Falle eine Skizze. Ich gebe zu, es war das erste Mal für mich, daß ich nicht einfach losgelegt habe. In meinem Falle legte ich die Skizze auf meinem iPad an


Im folgenden Schritt übertrug ich die Skizze mittels meines selbstgebauten Pantographen auf die Leinwand (50×70 cm)


Es folgt das Anlegen des Himmels, der Grundlinien und der ersten Details. Der Eiffelturm ist noch recht schief und Notre Dame viel zu groß geraten!


Notre Dame und Tour Eiffel wurden korrigiert und Sacre Coeur hat jetzt seinen Platz. Gebäude am Ufer der Seine wurden angedeutet.


In diesem Stadium schien mir das Bild schon fast fertig zu sein. Die Tänzer/innen sind angezogen und eine Flasche Wein steht beim Pärchen. Fehlt nur noch ein Glas dazu. Aber irgendwie stimmt die Tiefe nicht. Es fehlt eine weitere Ebene!


Die Ebene ist eingezogen. Und zwar habe ich die Stufen zu wirklichen Stufen gemacht. Dadurch wurde auch die Fläche links der Stufen um einiges nach oben versetzt. Nun sind die Tänzer da, wo sie reell auch immer sind für den flanierenden Beobachter: Nämlich unten! Verstärkt wird diese Perspektive durch die Verlängerung bzw. Fortsetzung der Sitzfläche des Pärchens nach rechts. Das Rondell wird rund, wird geschlossen. Auch der bislang einsame Block links der Tänzer hat „Geschwister bekommen.
Und ich folgte Silkes Hinweis und versetzte die Flasche aus dem Zentrum nach rechts außen, fügte ein Glas Wein dazu (war eh geplant) und spendierte den Tänzern noch ein passendes Grammophon.

Himmel nochmals übermalt

So ist das manchmal beim Malen: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht! Oder man ist so in seine eigene Malkunst „verliebt“, daß man manche Verbesserungsmöglichkeiten einfach nicht wahrnimmt. Oder – wie in diesem Falle jetzt – man „scharwenzelt“ um sein Werk herum, weiß genau, was man ändert müßte, hat aber nicht den Mut es zu tun. Entweder weil es zu gewagt erscheint oder weil man fürchtet, das doch so schöne Bild wieder zu zerstören. Manchmal ein Dilemma. Doch zeigte sich in diesem Fall einmal mehr, wie der Mut belohnt werden kann!
War ich zunächst froh, endlich eine sommerliche Helligkeit ins Bild gebracht zu haben störte mich zunehmend eine gewisse Disharmonie. Silke, meine kongeniale Atelierskollegin bestärkte mich jedoch in meinem forschen Vorhaben. Sie meinte, das Auge würde zu sehr auf den Himmel gelenkt – und das wollte ich ja nicht wirklich. Also Pinsel in die Hand und einfach nochmals drüber, jetzt also schon zum dritten Mal! Und plötzlich passte es!!! Das Bild wurde so schön, daß ich es sogleich rahmen mußte und zuhause aufgehängt habe. Freilich mussten dafür alte Aquarelle weichen, die schon 15 Jahre hier hingen. Aber nun erhebt sich der Backnang Stadtturm hoch im Esszimmer ….. Bis was anderes seinen Platz einnehmen wird 😉

Aus ALT mach NEU II

Diese Ansicht des Backnanger Stadtturms, gesehen vom Rathaus, habe ich im Sommer 2019 begonnen. Ich malte es zunächst auf dem Campingplatz und es war eine große Herausforderung. Die verschiedensten Fluchtpunkte auf die Leinwand zu zeichnen bedurfte schon eines ansehnlichen Aufwandes. Doch irgendwie kam ich mit den Farben nicht zurecht. Ich stellte das Bild zur Seite und wie es oft so ist geriet es in Vergessenheit. Erst jetzt im April holte ich es aus seinem „Winterschlaf“ und gestaltete die Farben vollständig anders. Noch ist es nicht fertig, aber ich bin schon jetzt begeistert, was bislang daraus wurde. Bevor ich heute nachmittag damit begann sagte ich noch: Dem Bild fehlt es an Charakter, an einer gewissen künstlerischen Handschrift. Die erhält es meiner Ansicht nach jetzt langsam. Abr noch ist viel zu tun ….

Aus ALT mach NEU

Bereits 2011 habe ich dieses Bild gemalt. War mal was anderes: Immerfort an einer Stelle stehend bedeutete dies auch, daß ich viele Radler hier sehen und ein Stück weit beobachten konnte. Irgendwie wollte aber das Bild nicht wirklich gelingen. Ich war wohl nicht in der richtigen Stimmung. Wollte aber unbedingt diesen, meinen Berg malen…. Das Ergebnis fand ich zu keinem Zeitpunkt wirklich befriedigend und das Schlimmste war: Ich fand es einfach langweilig. Und heute, am 24. April 2020, mitten in der Corona-Krise, kam mir beim Frühstück die Idee, was ich daran ändern müsste. Es war dann erst das zweite Mal, daß ich ein Bild übermalte. Vom Ergebnis bin ich wirklich angetan, auch wenn es fast ein wenig zu realistisch gemalt wurde ….

Atelier im April

So sieht es aktuell im Atelier aus. Habe heute die „Mamsel in den Dünen“ gemalt und im Anschluß noch fast mein „Zebrafake I“ fertiggestellt. Eigentlich wollte ich heute Apfelbäume in voller Blüte malen, aber dann holte mich eine alte Idee wieder ein. Und ich konnte dann einfach nicht widerstehen. So malte ich also die dicke Mamsel im Strandhafer. Und ich hatte großen Spaß dabei. So groß, daß ich umgehend beschlossen habe, daß ich auch noch andere Skulpturen der Bildhauerin Christel Lechner malen möchte.

Am Ende des Nachmittags war ich schon beim Aufräumen als mich die Lust übermannte und ich begann mein Bild vom gefakten Zebra („Zebrafake I“) malen. Witzig: Ein Schimmel wird von einem Zebramaler derart angestrichen, daß er anschließend einem Zebra teuflisch ähnlich sieht! Ein großer Spaß für alle Beteiligten.

Das Leben bleibt spannend!

Im Atelier

Hier mal zur Abwechslung ein aktueller Blick in mein neues Atelier, welches ich mittlerweile kräftig eingeweiht habe.
Leider ist meine Malerkollegin noch immer krank, so daß sie selbst hier noch gar nicht werkeln konnte. Sehr schade, zumal sie ja die Initiatorin und eigentliche Mieterin ist und ich ja quasi nur auf „den fahrenden Zug aufgesprungen“ bin. Bin ja nach wie vor sehr gespannt wie es wird, wenn wir eines Tages hier einmal gemeinsam malen. Mehr oder weniger Schulter an Schulter, Staffelei an Staffelei. Das Leben bleibt spannend…

Impressionismus versus Expressionismus

Ich habe es getan! Bzw. ich habe es wenigstens einmal versucht: Ein Motiv „normal“, also in der mir irgendwie innewohnenden Weise zu malen und dasselbe Motiv dann noch mal expressiv! Eine spannende Sache, das! Und ich bin hin- und hergerissen bzgl. der Wahl eines Favoriten.

Freilich ist es zunächst mal nur ein Versuch. Ich habe bei der expressiven Version bewußt schnell und teilweise flüchtig gemalt. Teilweise auch einfach nach Gefühl, ohne wirklich auf die Vorlage zu achten. Dies führte dann letztlich auch zu „Fehlern“ wie z.B. ein Fenster im ersten Haus rechts, das es dort im Original gar nicht gibt. Perspektivisch stimmt auch nicht mehr alles. Und farblich habe ich eh gemacht, was gefällt. Und ich liebe offenbar die violetten Töne, das Lila und das Purpur. Allein diese Farbenpracht ist schon etwas, was mich absolut begeistert! Bin nun hochmotiviert auf weitere Experimente!

Die einzelnen Bilder findet man hier

Das Motiv zeigt in beiden Fällen die Marktstrasse in Backnang

An der Bleichwiese

Nun also endlich mal ein Bild aus meiner Heimat, nachdem ich nun eine Woche lang nur Bilder gemalt habe mit Motiven aus der geliebten Provençe. Backnang war einmal die süddeutsche Gerberstadt. Um die vorletzte Jahrhundertwende gab es noch mehr als 100 (!) Gerberbetriebe in der Stadt. Aus dieser Zeit der Gerber stammt auch der Name des zentralen Platzes, der „Bleichwiese“.

Die Farben weichen vom Vorbild ab, aber noch nicht so sehr, wie ich mir das eigentlich vorstelle. Ich habe Lust, mal so richtig mit Farbe „reinzurotzen“. Aber mir fehlen hier noch Sicherheit und vor allem Mut. Der Wille ist da, aber es fehlt eben dieser Mut zum Risiko. Aber ich werde es weiter versuchen – und eines Tages werde ich sagen können: Ich bin ein Expressionist. Es ist zwar nicht mein Ziel, aber ich spüre diesen Wunsch, expressiver zu arbeiten, ganz tief in mir.

Café du Soleil

Nun ist es am zweiten Tag endlich fertig geworden. Immer wieder habe ich den Pinsel angesetzt. Mal hier ein kleiner Strich, mal dort noch etwas Farbe hinzugefügt. Die meiste Energie verwendete ich dabei auf das Thema Licht. Vielleicht bin ich schon bald nicht mehr zufrieden, aber aktuell bin ich schwer verliebt in das Bild! Es ist quasi das Gegenstück zu „Blick aus dem Café du Soleil“. Gelegen an der Ringstraße um den kleinen Ortskern von Villes-sur-Auzon in der Provençe ist das Café ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt gleichermaßen. Ganz besonders beliebt ist es bei Radfahrern, beginnt bzw. endet doch hier eine wunderschöne Radfahrt durch die ‚Gorges de la Nesque‘ hoch zum Belvedere und evtl. weiter nach Monieux zum Mittagessen/Kaffeetrinken oder gar bis nach Sault, der 800m hoch gelegenen heimlichen Hauptstadt des Lavendels. So mancher engagierte Radsportler fährt dann auch noch weiter hoch zum Mont Ventoux, dem mystischen Schiksalsberg der Tour de France. Wer jemals schon in dieser Gegend war, an diesem vom Herrgott – so es ihn gibt – so bevorzugten Fleckchen Erde, dem geht das Herz auf, wenn er an die Provençe denkt. Vielleicht kann ich mit meinen Bildern ein wenig von dem Gefühl transportieren. Vielleicht sogar sagt der Betrachter „Ja. So sieht das aus dort ….“ Dann hätte ich schon eine ganze Menge erreicht!